Twicky Teile. Oder wie man die Grenzen des Machbaren auslotet

Twicky Teile. Oder wie man die Grenzen des Machbaren auslotet

Januar 2022

Der Mechaniker Martin Fischer balanciert gekonnt zwischen den Welten des Metalls und der Kunst. Seine Leidenschaft: elegante Pendeluhren, für die er präzise Teile benötigt. Schneiden lässt er sie bei Al-Cut auf einem Bystronic Laser.

Die Al-Cut AG wurde 2009 von Toni Räber und Andi Sommer gegründet und hat sich in Inwil Luzern aufs Laser- und Wasserschneiden sowie auf Schleif- und Biegearbeiten spezialisiert. Das Unternehmen zählt heute 17 Mitarbeitende und über 500 Stammkunden. Al-Cut ist ein enger Bystronic Partner, der auch regelmässig neue Maschinen austestet. Neben Nassschleif- und Richtanlagen, einer Gleitschleifmaschine (Trowal) und einer Entgratungsmaschine anderer Marken arbeitet Al-Cut vor allem mit Systemen von Bystronic.

Bei uns steht eine ganze Reihe Maschinen von Bystronic. Wir testen auch Prototypen.


Toni Räber

In einer Vitrine mit Ausstellungsstücken, die im Empfangsbereich des industriellen Metallverarbeitungsbetriebs steht, weist Toni Räber auf ein winziges Fahrrad von etwa zwei Millimetern Länge hin. Mit einer Lupe kann man Details wie Speichen und Pedale ausmachen. «Mit Lasern lässt sich sehr genau und auch in kleinsten Dimensionen arbeiten», sagt er.

Deshalb lässt Martin Fischer die Hemmungsteile seiner Uhren hier schneiden.

Martin Fischer
Martin Fischer

Ausloten des Machbaren

Es ist indessen nicht die Präzision der Maschinen allein, weswegen Martin Fischer Uhrenteile von Al-Cut herstellen lässt: Es ist auch Räbers Bereitschaft, herausfordernde Aufträge anzunehmen und zusammen mit Kunden nach Lösungen für ungewöhnliche Problemstellungen zu suchen – etwa, was die Hitzebeständigkeit von Metallen beim Schneiden betrifft.

Es macht Spass, mit Kunden wie Martin Fischer die Grenzen des Machbaren auszuloten. Wir mussten auch für Fischers Uhren-Hemmungen zuerst das richtige Material suchen.


Toni Räber

Räber nennt sie «Twicky Teile» (ein Fachjargon für verzwickte Teile). Für die Uhrenteile nahmen sie schliesslich CK45-Stahl, weil dieser sich nach dem Bearbeiten härten lässt und somit die Abnutzung im Uhrwerk minimiert wird.

Uhrwerke
Uhrwerke

Mit der Fabrik kam das Uhrenvirus

Die filigranen metallenen Objekte mit offenem Uhrwerk wurden von Fischer von Grund auf entwickelt und konstruiert. Die jüngste von ihnen – die «Clockwork 2.00B» – besitzt gerade mal vier in sich greifende Zahnräder, ein Pendel, ein Aufzugsgewicht, die Hemmung* bestehend aus den «Paletten» und einer Ankergabel.

Ich brauchte einige Zeit, bis ich es schaffte, die Geometrie der Hemmung richtig hinzukriegen.


Martin Fischer

Clockwork 2.00B
Clockwork 2.00B

Ohne einen Mentor, der ihn in die Geheimnisse des Uhrenmachens einführte, hätte er es wohl nicht geschafft. Habe man den Dreh aber erst einmal raus, bestehe der Rest eigentlich nur noch aus der präzisen Arbeit mit dem Metall.

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