Beschleunigung dank Rohrlaser

Mehr Output mit weniger Aufwand
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Ganze Baugruppen produzieren statt Einzelteile: Das will der Metallbetrieb Kollinger. Dafür müssen in der 22'000 Quadratmeter grossen Produktion viele Arbeitsschritte effizient ineinandergreifen. Zentrales Element ist neu der Rohrlaser: Ein Knopfdruck und er sägt, bohrt und stanzt.

Viele Jahre zahlte der Metallbaubetrieb CB Kollinger viel Geld für die externe Rohrbearbeitung. «Mehrere Zigtausend pro Jahr», sagt Geschäftsführer Thomas Bender. Auch im Betrieb wurde der Einkauf zunehmend zum Problem, erklärt Produktionsleiter Alban Morina: «Unsere Kunden verlangen immer kürzere Lieferzeiten – der Zukauf bremste uns.»

Vom Stanzen zum Rohrlaser

Die Abhängigkeit von externer Rohrbearbeitung entstand aus der Geschichte des Betriebs: Lange produzierte CB Kollinger vor allem Artikel für den Ladenbau. Dabei galt: «Rohrstanzen schlägt den Rohrlaser», so Thomas Bender. Denn Profile für Ladenregale und Displayständer sind mit ihren wiederkehrenden Lochbildern ideal für die Rohrstanzmaschine.

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Als eine unserer Rohrstanzmaschinen ausfiel, war schnell klar: Wir brauchen einen Rohrlaser.

Alban Morina

Produktionsleiter

Mit dem Wandel veränderte sich die Fertigung: weniger Rohre, aber dafür mit höherer Komplexität. Profile mit unregelmässigen Konturen mussten immer häufiger von externen Zulieferern mit Rohrlaser eingekauft werden. Gleichzeitig nahmen Engpässe bei Bohr- und Sägeprozessen zu. Der Wendepunkt kam 2025: «Als eine unserer Rohrstanzmaschinen ausfiel, war schnell klar: Wir brauchen einen Rohrlaser», erinnert sich Produktionsleiter Alban Morina.

Wie der Rohrlaser das Stanzen ergänzt

Der Rohrlaser kann zwar dieselben Durchbruchgeometrien erzeugen wie eine Rohrstanzmaschine – benötigt dafür jedoch länger. Mit «3 Minuten statt 40 Sekunden» beziffert Alban Morina den Zeitunterschied. Das gilt jedoch für den Fall, dass derselbe Durchbruch in hoher Stückzahl erstellt wird. Unter anderen Bedingungen ist der Rohrlaser effizienter.  

 

Denn bei kleinen Stückzahlen ist der Aufwand für die Herstellung eines neuen Stanzwerkzeugs grösser als der Zeitverlust durch die langsamere Bearbeitung mit dem Rohrlaser. Und bei grossen Stückzahlen mit unterschiedlichen Durchbrüchen spielt der Rohrlaser seine Vorteile aus: Er vereint ehemals einzelne Fertigungsschritte wie Stanzen, Sägen und Bohren in einem Prozess und reduziert dadurch den gesamten Aufwand.

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ByTube Star 130: Das Tempo überzeugte

Die Wahl fiel auf die ByTube Star 130 – auch, weil CB Kollinger bereits mit Flachbettlasern und Biegemaschinen von Bystronic arbeitet. Ein Punkt sorgte jedoch für Unsicherheit: Der Schneidkopf der Maschine ist nicht kippbar, schräge Schnitte sind nicht möglich – ein Nachteil bei der Herstellung bündiger Eckkanten. Eine Produktionsanalyse brachte jedoch Klarheit: «Rund 90 Prozent unserer Teile lassen sich mit dem 2D-Schneidkopf bearbeiten», so Morina.

 

Gleichzeitig überzeugte die ByTube Star 130 mit dem Feature «Quick Cut»: Dabei bewegen sich Rohr und Kopf gleichzeitig, was die Schnittgeschwindigkeit erhöht. Bystronic-Experte Daniel Brenner beziffert den Effizienzgewinn: «Dank Quick Cut wird die Produktivität im Performance Mode um durchschnittlich 8 Prozent erhöht.» 

Gute Techniker schätzen gute Technik.

Alban Morina

Produktionsleiter

Von den Vorteilen des Rohrlasers konnte CB Kollinger schnell profitieren. «Bystronic hat nach dem Kaufentscheid richtig Gas gegeben: Über Weihnachten wurde die Lieferung noch organisiert», erinnert sich Alban Morina. Bereits 6 Wochen später lief die ByTube Star 130. Der Produktionsleiter konnte auf motivierte Mitarbeitenden zählen: «Gute Techniker schätzen gute Technik.»

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Effizienzgewinn für den ganzen Betrieb

Der Rohrlaser hat den Betrieb bereits stark verändert, so Alban Morina: «Die Vorteile zeigen sich überall – von der Beschaffung bis zur Montage.» Die Beschaffung profitiert, weil neu auch weniger perfekte Rohre verarbeitet werden können, berichtet Geschäftsführer Thomas Bender. Möglich ist das dank der automatischen Schweissnahterkennung, wie Bystronic-Experte Daniel Brenner erklärt: «Die Weld Search Camera steigert die Qualität der Teile, selbst bei unzureichendem Rohmaterial.» 

Angesichts des Facharbeitermangels ist der Rohrlaser eine enorme Erleichterung.

Thomas Bender

Geschäftsführer

Im Produktionsalltag löst der Rohrlaser die bisherigen Engpässe bei Säge und Bohrer auf. Gleichzeitig entfallen viele manuelle Arbeitsschritte und die interne Logistik konnte optimiert werden, da Sägen, Bohren und Stanzen neu in einem Arbeitsschritt gebündelt werden. 

 

Die ByTube Star 130 schafft auch Kapazität: Sie ersetzt arbeitsintensives Rohrstanzen, das spezialisiertes Fachwissen erfordert. Ein Vorteil, den Geschäftsführer Thomas Bender besonders schätzt: «Angesichts des Facharbeitermangels ist der Rohrlaser eine enorme Erleichterung.»

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Baugruppen entwickeln statt Teile liefern

Auch in der Montage läuft dank des Rohrlasers vieles einfacher. Steckverbindungen lassen sich dank der hohen Schnittpräzision des Rohrlasers unkompliziert erstellen. Aus Teilen werden so Baugruppen. Das unterstützt das Ziel, das Thomas Bender mit CB Kollinger verfolgt: «Wir wollen keine Kunden, sondern Partner, mit denen wir Produkte entwickeln.» 

Wir können jetzt wieder dem Druck schneller Lieferzeiten standhalten.

Alban Morina

Produktionsleiter

Mit der ByTube Star 130 ist der Betrieb nun auch in der komplexen Rohrbearbeitung von Zulieferern unabhängig. Das erhöht die Marge und steigert die Flexibilität, berichtet Alban Morina: «Wir können jetzt wieder dem Druck schneller Lieferzeiten standhalten.»

 

Die Investition in einen Rohrlaser hat die Fertigungstiefe von CB Kollinger erhöht – ohne zusätzliche Ressourcen zu binden. Die Kapazität ist gewachsen, die Prozesse sind schlanker geworden.

Firma: CB Kollinger Metallbau Gmbh
Gründung: 1972
Mitarbeitende: 150
Bystronic-Kunde seit: 1993

Bystronic-Maschinen: