Schweizer Robotik profitiert von Hochschulforschung

KI beschleunigt die Entwicklung, doch die internationale Skalierung bleibt schwierig
Robotics is finding new applications in many sectors

Durch KI findet Robotik in vielen Branchen neue Anwendungen. Herausfordernd bleibt der Schritt vom Start-up zum global tätigen Unternehmen.

Laut einer Studie von Raiffeisen umfasst das Schweizer Robotik-Ökosystem rund 217 Unternehmen mit etwa 7000 Beschäftigten. Rund drei Viertel davon sind in den Kantonen Zürich und Waadt angesiedelt. Die Nähe zur ETH Zürich und zur EPFL fördert Forschung und Unternehmensgründungen und erleichtert den Zugang zu Investoren. Mit 3,8 Robotik-Start-ups pro Million Einwohner liegt die Schweiz im internationalen Vergleich weit vorne.

Hochschulregionen als Robotik-Hotspots

KI erweitert das Einsatzspektrum von Robotern: Sie können ihre Umgebung zunehmend selbstständig erfassen und flexibler auf Situationen reagieren. Neben Industrierobotern gewinnen dadurch Serviceroboter für Logistik, Medizin und Landwirtschaft an Bedeutung. Auch bei der Roboternutzung zählt die Schweiz laut Raiffeisen zur internationalen Spitze.

 

Die Skalierung bleibt eine zentrale Herausforderung. 87 Prozent der Schweizer Robotikunternehmen beschäftigen weniger als 100 Personen. Für grosse Finanzierungsrunden ist die Branche zudem stark auf ausländisches Kapital angewiesen. Angesichts des Fachkräftemangels könnten Roboter künftig dazu beitragen, die Produktivität zu steigern und Beschäftigte zu unterstützen.