Nanopartikel sollen neue Metalllegierungen ermöglichen
Neue Methode soll bislang nicht mischbare Metalle verbinden
Forschende entwickeln ein Verfahren, mit dem sich bislang nicht mischbare Metalle kombinieren lassen. Ziel ist es, neuartige Materialien mit besonderen Eigenschaften für Anwendungen etwa in Energie, Elektronik oder Luftfahrt zu schaffen.
Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erforscht ein Team eine Methode, um Metalle zusammenzubringen, die sich bisher nicht zu stabilen Legierungen verbinden lassen. Dazu dienen Metall-Nanopartikel als eine Art Vermittler: Durch extrem schnelle chemische Reaktionen nahe Raumtemperatur sollen verschiedene Metalle innerhalb von Sekundenbruchteilen gleichmässig vermischt werden, bevor sie sich wieder trennen können. Ziel ist es, Materialkombinationen zu schaffen, die bisher als unmöglich galten.
Neue Materialeigenschaften im Fokus
Die Forschung könnte neue Werkstoffe mit ungewöhnlichen Eigenschaften ermöglichen, etwa durch die Kombination leichter, reaktiver Metalle mit harten und hitzebeständigen Materialien. Denkbar sind Anwendungen in Energie-, Elektronik-, Luftfahrt- oder Mobilitätstechnologien. Zudem könnten die Erkenntnisse die Entwicklung neuer Katalysatoren, metallischer Gläser oder sogenannter Hochentropiematerialien voranbringen. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft über fünf Jahre gefördert.