Minderwertiges Eisenerz für grünen Stahl
Dank Wasserstoff zur klimafreundlichen Stahlproduktion
Ein internationales Forschungskonsortium verarbeitet erstmals 80 Tonnen Eisenerz mit niedrigem Eisengehalt im industriellen Massstab zu direkt reduziertem Eisen.
Laut dem Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik ist einem internationalen Konsortium in Namibia ein wichtiger Schritt für die klimafreundliche Stahlproduktion gelungen. In einem wasserstoffbetriebenen Drehrohrofen wurde unvorbehandeltes Eisenerz mit rund 56 Prozent Eisengehalt verarbeitet.
Neue Rohstoffbasis für die Stahlproduktion
Das Projekt SuSteelAG entwickelt ein Verfahren zur wasserstoffbasierten Direktreduktion, das auch Erze geringerer Qualität nutzen kann. Bisher sind für diesen Prozess hochwertige Erze mit rund 70 Prozent Eisengehalt erforderlich, die knapp und teuer sind. Zudem müssen sie energie- und kostenintensiv zu Pellets verarbeitet werden.
Dafür wurden in Namibia 80 Tonnen australisches Eisenerz mit einem Durchsatz von rund fünf Tonnen pro Stunde zu direkt reduziertem Eisen verarbeitet. In Deutschland wird nun untersucht, wie es sich in bestehende Industrieprozesse integrieren lässt, um daraus künftig klimafreundlichen Stahl herzustellen.